Dienstag, 10. September 2013

Titanic, ein zweites mal


Ich habe mir letzte Woche noch einmal Titanic (James Cameron, 1997) angesehen, diesmal mit einer netten Expertin auf diesem Gebiet und ich muss sagen, ich wurde gut unterhalten und der Film ist besser, als ich ihn in Erinnerung hatte. Ich werde euch nun einfach zeigen, was mir gefallen hat und was schlecht geblieben ist, oder auch neu negativ aufgefallen ist, natürlich werden jetzt Spoiler folgen aber come on, wer hat diesen Film noch nicht gesehen?

POSITIV:
  • Sobald sich der Eisberg in die Handlung rammt, ist es einer der besten Katastrophenfilme aller Zeiten, quais der Film, den Roland Emmerich immer machen wollte, die Tricks wirken immer noch, auch 16 Jahre nach seiner Premiere.
  • Es macht unglaublich Spaß, sich einen wahllosen Statist rauszusuchen, sobald die Action losgeht: "Hey, du wahlloser Mann mit Schnurrbart am Boot da, PASS AUF!!" Und zack, fliegt er schon im hohen Bogen in das eiskalte Wasser, also nicht zu ernst nehmen, dann macht es um einiges mehr Spaß.
  • Speaking of "eiskalte[s] Wasser": Die Szenen, die dort spielen, also nachdem das Schiff entgültig untergegangen ist, sind unglaublich spannend und man fühlt regelrecht, wie die Menschen leiden, hierzu auch die Montage, als das Schiff im Begriff ist zu sinken, herzzerreißend (Das Ehepaar Astor, kleine Kinder, die zum schlafen gebracht werden)
  • Die Austattung, Kulissen und Kostüme (außer der enorme Hut von Rose am Beginn, da musste ich laut loslachen) sind extrem akkurat gestaltet, man fühlt sich regelrecht an den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückversetzt.
NEGATIV
  • Viele Szenen sind einfach so bescheuert und unnötig: Warum gehen Rose und Jack ein weiteres mal runter, nur damit man sieht, dass die Gänge geflutet sind? Wieso sind die Szenen, die die Stimmung lockern sollen unfreiwillig lustig?
  • Der Bösewicht ist so unglaublich nervig (was er natürlich sein soll, aber trotzdem), dass es weh tut. Da hätte man mehr machen können, wieso ist sie überhaupt mit ihm zusammen, kann doch nicht nur das Geld sein...
  • Zu viel "Jaaaaack, Roooooose", die Liebesgeschichte hätte an manchen Stellen gekürzt werden können und der Fokus auf die Katastrophe an Bord gerichtet worden (was für ein Trinkspiel aber nur positiv zu bewerten ist).
  • Man nimmt Jack nicht seine Herkunft als armer Ire ab, dafür ist er viel zu sauber und hat einfach gar keinen Akzent. Er wirkt bei der Tanz-Szene im Keller total fehl am Platz.
  • Das Ende passt nicht, wir beiden haben uns buchstäblich gegen die Stirn geschlagen, hätte auch hier besser geregelt werden können. By the way: Kann mir doch keiner erzählen, dass Jack nicht auch auf die enorme Tür da gepasst hätte...
Alles in allem: Aufwertung auf 7/10.

Ich würde mich sehr über Feedback eurerseits freuen: Soll ich weitere Filme neu besprechen, wie gefällt euch dieses Format?




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